In diesem Text argumentiert Markus, dass die etablierte Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) mit ihrer Fokussierung auf Gestaltungskompetenz zu kurz greift, weil sie eine anthropozentrische Perspektive einnimmt und Natur primär als gestaltbares Objekt begreift. Als Alternative wird eine Mitweltpädagogik skizziert, die über ein Vier-Quadranten-Modell (Ich/Wir/Praxis/System) Natur als eigenständiges Gegenüber begreifbar macht und auf bidirektionale Verbindung statt unidirektionale Handlung setzt. Der Kern: Bildung für nachhaltige Entwicklung braucht neben strukturellen Veränderungen vor allem eine Haltungsebene, die Begegnung, Beziehung und die eigene Verstrickung mit der Mitwelt erfahrbar macht.
Für die wirkSamen ist der Text unter anderem relevant, weil darin mit dem Beispiel des „Wald-Geh-sprächs“ im Text eine praktische Perspektive für Fortbildungen eröffnet wird. Darüber hinaus trägt der Beitrag zur Klärung bei, was mit Bildung in ökologischer Verantwortung, die zur Bewältigung der Krisen dieser Welt beiträgt, gemeint sein kann.
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