In dieser Session stellten Sabine und Christiane dar, wie verschiedene Institutionen und Systemkomponenten zusammenarbeiten können – anhand einer konkreten Fragestellung.
Christiane brachte das Beispiel eines Schulleiters ein, der ein Angebot sucht: An der Schule fehlen die finanziellen Mittel für Projekte, die über den normalen Unterricht hinausgehen. Die zentrale Frage lautete: Wie kann man Menschen miteinander vernetzen und das auch bezahlbar machen?
Sabine nannte verschiedene Beispiele aus ihrer Praxis. Eines davon war ein Projekt zur Traumabewältigung bei Migrant_innen, bei dem sie Studierende eingebunden hat, die ohnehin an dem Thema arbeiteten und sie in dem Projekt unterstützten. Ihre Tipps: nach außen tragen, Netzwerke suchen und schauen, was konkret gebraucht wird.
Christiane, die im Bereich Digitalisierung und KI arbeitet und Wissen an Unternehmen weitergibt, beobachtet, dass dies in Schulen aktuell nicht so strukturiert läuft. Ihre Frage war: Wie finanziert man das? Wie bringt man es in eine Form, in der auch unterschiedliche Partner zusammenkommen können? Mögliche Ansätze sind Stiftungen, Fördermittel und die Konzeptionierung eigener Projekte. Als konkretes Beispiel wurde das „Fliegende Künstlerzimmer“ genannt – ein Artist-in-Residence-Pilotprojekt an einer Schule, das von der Kerstpostiftung finanziert wurde und Raum für kreative neue Formate bot.
Wir hielten fest: Wirkungsmacht kann sich nur entfalten, wenn sich Menschen aus verschiedenen Systemen vernetzen und zu einer konkreten Fragestellung zusammenarbeiten. Alles geht von Menschen aus – wer sich vernetzen will, muss zunächst die eigenen Ressourcen klären: Was kann ich gut, was brauche ich? Man muss sich der eigenen Bedürfnisse bewusst werden, sich nicht verzetteln und schauen, wo im System Bedarfe sind, an die man andocken kann.
Daraus entsteht ein kreativer Prozess: Es entsteht etwas ganz Neues, das über das Erwartete hinausgeht. Menschen und Systeme entwickeln sich durch fokussierte Fragestellungen, bei denen verschiedene Netzwerke zusammengebracht werden. Wichtig ist die Offenheit für den Prozess – wir können nicht mit einer ganz festen Vorstellung hineingehen, sondern müssen bereit sein, dass etwas Neues entsteht.

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