Die Idee dieser Session von Romy war eine Art ‚Bookcasting‘ (in Anlehnung an Backcasting): Durch die Reflexion über ein Buchprojekt in der Zukunft begibt man sich in eine Reflexion über den Prozess. Die Publikation kann somit als Denkstrukturhilfe genutzt werden.
Wir diskutierten in diesem Sinne verschiedene Ideen und Überlegungen für das Format: Es wurde vorgeschlagen, einen Wettbewerb zu veranstalten, der das Format offenlässt und auch offene Einreichungen ermöglicht. Eine weitere Idee war, ein Narrativ zu gestalten und eine Geschichte zu erzählen – dabei wurde das Buch von Jöran ‚Schule 2035‘ genannt. Eine mögliche Perspektive wäre, aus der Zukunft über das heutige Treffen zu sprechen, zum Beispiel aus der Sicht einer Schülerin, die Menschen dazu interviewt, was hier passiert ist oder in den darauffolgenden Jahren.
Wir betonten, dass das Produkt distributiv wirken kann, also die Idee streut und einladend für andere Menschen ist, sich anzuschließen. Es könnte als Wirkbuch gestaltet sein, das einen Teil enthält, der zum Selbstbearbeiten einlädt. Je nach Format könnte Gamification eine Rolle spielen: Für die Lernenden könnte es Entscheidungsmöglichkeiten geben, wo sie selbst entscheiden können, in welche Richtung es geht.
Wichtig erschien uns der Einsatz von Visualisierungen – Bilder und Grafiken. Wir fragten uns: Wen wollen wir damit erreichen? Es besteht die Möglichkeit, Menschen zu erreichen, die wir mit einer klassischen wissenschaftlichen Publikation (Paper oder Sammelband) nicht erreichen würden. Wie sollte das aufbereitet sein, damit möglichst viele Menschen damit in Kontakt kommen können?
Eine Zwei-Perspektiven-Struktur wurde diskutiert: Das Buch könnte aus zwei Perspektiven erzählt werden, die sich in der Mitte treffen. Wissenschaftliche Artikel oder Materialien könnten mithilfe von QR-Codes verlinkt werden, sodass das Produkt schlank bleibt und bei Bedarf erweitert werden kann. Es könnte modular und interaktiv gestaltet sein – etwa mit einem Button, auf den man drücken kann, um Hintergrundinformationen aus der Wissenschaft zu erhalten. Wir überlegten auch, ob ein KI-Chatbot unterschiedliche Antworten zum Thema geben könnte, je nachdem, wer Fragen stellt.
Als Basis für das Produkt könnte ein Fragebogen erstellt werden, der erfasst, wo Menschen persönliche Wirkungsmacht erleben. Die Ergebnisse könnten dann in das Produkt einfließen.

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